Inventor 2027.1: Das ist neu gegenüber dem 2027er-Release

Blogdatum
02.09.2026

Mit Inventor 2027 hat Autodesk im März 2026 den bislang größten Umbruch der letzten Jahre gebracht: KI-gestützte Assistenz, visuelle Automatisierung und ein neu gedachtes Content Center. Mit dem Update 2027.1 legt Autodesk nach – nicht mit einem neuen Leitthema, sondern mit gezielten Verbesserungen an genau den Stellen, an denen Anwender:innen im Alltag am häufigsten arbeiten: Baugruppen, Bauteile, Skizzen und Zeichnungen.

 

Kurzer Rückblick: Was 2027 bereits gebracht hat

Bevor es um die Neuerungen in 2027.1 geht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Ausgangsbasis:

  • Autodesk Assistant (Tech Preview): Eine KI-Funktion direkt in Inventor, die Modelle analysieren, Parameter erzeugen, Komponenten unterdrücken und wiederkehrende Aufgaben per natürlicher Sprache ausführen kann.
  • iLogic Codeblocks: Eine visuelle, blockbasierte Alternative zur klassischen iLogic-Programmierung – Automatisierung wird dadurch auch ohne Coding-Kenntnisse zugänglicher.
  • Content Center für Baugruppen: Erstmals lassen sich nicht nur Einzelteile, sondern komplette Baugruppen im Content Center veröffentlichen und wiederverwenden – etwa Standard-Motoren oder häufig eingekaufte Unterbaugruppen.
  • Neuer Slot-Befehl: Ein eigenständiges Werkzeug für Langlöcher mit modernem Eigenschaften-Panel, das Standard-, Senk- und Zapfensenkungs-Optionen unterstützt.
  • Erweiterter Assembly Mirror: Mehr Kontrolle darüber, ob gespiegelte Komponenten assoziativ bleiben, verknüpft oder als eigenständige Kopie erzeugt werden.
  • Punktwolken-Workflows: Schnittansichten direkt aus Punktwolken, Anpassung der Punktgröße im Navigator sowie die Möglichkeit, Punktwolken in Zeichnungen darzustellen.

 

Die wichtigsten Updates in 2027.1

Das 2027.1-Update setzt an den Baustellen an, die im Tagesgeschäft am meisten Zeit kosten:

  • Baugruppen und Mirror-Funktion: Der Assembly Mirror wurde weiter verfeinert: Assoziativität von Position und Geometrie gespiegelter Komponenten lässt sich jetzt noch zuverlässiger beibehalten – ein Detail, das besonders bei häufig geänderten, gespiegelten Baugruppen Zeit spart.
  • Mustern (Patterning) Die Oberfläche zum Mustern von Körpern und Features wurde überarbeitet. Neu sind Optionen für unregelmäßige Abstände und Richtungen, wodurch sich auch komplexere, nicht-uniforme Anordnungen abbilden lassen, ohne auf Umwege über mehrere Einzelmuster zurückgreifen zu müssen.
  • Simplify für Bauteile Die Simplify-Funktion, mit der sich Körper und Features für eine vereinfachte Darstellung automatisiert ausblenden lassen, war bisher vor allem auf Baugruppenebene relevant. Mit 2027.1 steht sie nun auch für einzelne Bauteilmodelle zur Verfügung.
  • Blechteile (Sheet Metal) Die Blechteil-Umgebung wird weiter modernisiert: Oberfläche und Bedienung der Blechteil-Erstellung sowie der Stanzwerkzeuge (Punch) wurden überarbeitet, um Konstruktionsprozesse flüssiger zu gestalten.
  • Zeichnungen Im Bereich Drawings liegt der Fokus auf der Fertigungskommunikation: projizierte Detailansichten wurden verbessert, und Unterbrochene Ansichten (Broken Views) lassen sich präziser steuern – unter anderem durch die Möglichkeit, die Bruchkante direkt an einer Modellkante auszurichten.
  • Revit-Interoperabilität Die Zusammenarbeit zwischen Inventor und Revit wurde mit neuen und erweiterten Funktionen für die Erstellung von BIM-Inhalten ausgebaut – relevant vor allem für Anwender:innen, die Inventor-Komponenten in Revit-Projekten weiterverwenden.

 

Was sich zwischen 2027 und 2027.1 konkret geändert hat

Während der große 2027-Release neue Werkzeuge und Konzepte eingeführt hat (Autodesk Assistant, Codeblocks, Content Center für Baugruppen, Slot-Befehl), verfeinert 2027.1 bestehende Funktionen aus genau diesem Release:

 

Inventor 2027.1

 

Kurz gesagt: 2027 hat die neuen Werkzeuge gebracht, 2027.1 macht sie im Alltag runder – ohne dass sich an der grundsätzlichen Bedienung oder den Konzepten etwas ändert.

 

Was das für Ihre Umstellung bedeutet

Wer bereits mit Inventor 2027 arbeitet, kann direkt auf 2027.1 aktualisieren, ohne neue Workflows lernen zu müssen – die Änderungen sind Verfeinerungen, keine Neuausrichtung. Wer noch auf einer älteren Version arbeitet, sollte beide Release-Ebenen gemeinsam betrachten, da 2027.1 auf den Grundfunktionen von 2027 aufbaut.

 

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