Revit 2027.3: Mehr KI-Zugriff für Dynamo, mehr Datenaustausch mit Forma

Blogdatum
17.09.2026

Wer mit Dynamo automatisiert oder Modelle über mehrere Disziplinen hinweg koordiniert, kennt das Problem: KI-Tools und Kollaborationsplattformen sollen eingebunden werden, ohne dass dafür zusätzliche Klicks, offene Fenster oder manuelle Exporte nötig sind. Das Update auf Revit 2027.3 (veröffentlicht am 15. September 2026) setzt an genau diesen zwei Stellen an.

 

MCP für Dynamo: KI-Zugriff unabhängig vom offenen Fenster

Mit 2027.3 wird der Dynamo Core auf Version 4.2.1 angehoben. Der zentrale Fortschritt darin betrifft den DynamoMCP-Server, über den KI-Modelle per Model Context Protocol (MCP) auf Dynamo-Skripte zugreifen.

Bisher war dieser Server nur aktiv, während Dynamo selbst geöffnet war. Jetzt können Host-Anwendungen mit eigenem Autodesk Assistant den DynamoMCP-Server nach ihrem eigenen Zeitplan registrieren – unabhängig davon, ob Dynamo aktuell offen ist. Für Teams, die KI-gestützte Automatisierung in Dynamo-Workflows einbinden, entfällt damit eine unnötige Einschränkung.

 

Zusätzlich: zwei neue Tech Previews für den Revit MCP Server

Kurz vor dem 2027.3-Update hat Autodesk am 10. September 2026 zwei Tech Previews für den Revit MCP Server veröffentlicht: eine aktualisierte Read-Tools Technical Preview sowie neu die Experimental-Tools Technical Preview, die den MCP-Werkzeugkasten über die bisherigen Lesezugriffe hinaus erweitert. Beide Erweiterungen erscheinen nicht automatisch im Update-Kanal. Jeder Revit-User muss sie manuell über manage.autodesk.com (Reiter „Erweiterungen", Revit 2027) herunterladen und installieren.

 

Forma: Data Exchanges jetzt in der Model Coordination nutzbar

Parallel dazu hat Autodesk die webbasierte Model Coordination in Forma erweitert: Data Exchanges – etwa aus Revit oder Inventor – lassen sich nun direkt aggregieren, statt nur klassische Dateiformate zu unterstützen. Das schließt auch die automatische Kollisionsprüfung (Clash Detection) für Exchanges aus Revit und Inventor ein.

Ein Punkt ist dabei wichtig für die Praxis: Volle Funktionalität – inklusive Object Table und „Save to Files“ – gilt nur für Exchanges, die nach dem 13. August 2026 mit den aktuellen Connectors erstellt oder aktualisiert wurden. Ältere Exchanges bleiben zwar sichtbar, aber eingeschränkt nutzbar.

Passend dazu verbessert 2027.3 auch die Darstellung: Coordination Models und Daten aus dem Forma Connected Client lassen sich jetzt in den Accelerated Views anzeigen – die Koordination bleibt so näher am eigentlichen Modell.

 

Weitere Neuerungen im Update

Daneben bringt 2027.3 eine Reihe kleinerer, aber praxisrelevanter Verbesserungen:

  • Isolate Annotations (neuer Bearbeitungsmodus): Blendet Modellelemente aus und zeigt nur Anmerkungselemente an – erleichtert die gezielte Auswahl und Bearbeitung von Beschriftungen über mehrere Ansichten hinweg.
  • Bewehrungs-Tags: Tag-Führungslinien zeigen jetzt nur noch auf Bewehrung, die innerhalb des sichtbaren Ansichtsbereichs liegt – weniger Nacharbeit bei der Bewehrungsdokumentation.
  • Stahlanschlüsse: Steifen (Stiffener) lassen sich nun zu benutzerdefinierten Anschlüssen hinzufügen, in Vorlagen speichern und passen sich automatisch an die Bauteilgrößen an.
  • Freigemessene Koordinaten: Beim Festlegen der Draft Geolocation in Cloud-Modellen stehen zusätzliche Optionen für Höhe, Drehung und Passbereich zur Verfügung.
  • Forma-Straßendaten: Straßendaten aus dem Forma Contextual Data Marketplace lassen sich direkt in Revit bestellen, ohne die Anwendung zu verlassen.
  • Stabilität und Sicherheit: Verbesserte Stabilität von dockbaren Fensterbereichen beim Öffnen und Wechseln von Modellen sowie mehrere sicherheitsrelevante Fixes.

 

Fazit

Zwei kleine, aber konkrete Schritte in Richtung engerer Verzahnung von Revit, Dynamo und Forma: KI-Zugriff auf Automatisierung wird flexibler, Modellkoordination über Datenquellen hinweg direkter.

 

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